Färber-Hundskamille – Anthemis tinctoria

Pflanzenfamilie: Korbblütler – Asteraceae
Lebensdauer: ausdauernd, immergrüne Halbrosettenpflanze
Standort: kalkliebend, trocken Böden; Pionierpflanze
Pflanzenhöhe: bis 60 cm
Blätter: wechselständig, fiederförmig: doppelt fiederteilig / kammförmig fiederspaltig, unterseits anliegend behaart an grau-filzig behaarten Stängel

Blütezeit: Juni – Sep
Blütenstand: einzelnes Blütenkörbchen am Stängelende (gefüllter Körbchenboden)
Blüte: gelb, mit Zungen- (aussen) und Röhrenblüten (innen)
Frucht: Nuss (ohne Pappus)
Besonderheiten: Färberpflanze (Farbstoff: bes. Luteolin)
Verwendetes Material: Blüten (f. 100 g Wolle etwa 200 frische Blüten); hohe Waschechtheut auf Baumwolle (mit Alaun-Beize & Essig-fixierung)
zum Eierfärben: 20 g trockene Färberkamillenblüten für ½ h in 1 L Wasser kochen; weiße Eier für 8-10 min darin kochen à gelbe, harte Eier
Verwendung in der Küche oder in der Heilkunde: nicht bekannt:
Etymologie: „anthemis“: verschiedene Ableitungen: gr anthemon = blühende Pflanze; Göttin Artemis, Frauen- und Heilgöttin, Hinweis auf die Heilwirkung von Kamille und ähnlicher Korbblütler gegen Frauenleiden (sog. Mutterkräuter); „tinctorius“ leitet sich vom lat „tinctor“ = „Färber“ bzw. „tingere“ = „eintauchen, färben“ ab
Bekannte Verwandte oder Verwechsler: mit der Saat-Wucherblume (Chrysanthemum segetum); diese ist aber eher kahl, Blätter sind etwas stängelumfassend, kahl und weniger fiederspaltig; dachziegel-artige, unbehaarte Hüllblätter; außerdem ist C. segetum eher kalkmeidend.