Schafgarbe – Achillea millefolium

  • Pflanzenfamilie:     Asteraceae – Korbblütler
  • Lebensdauer: ausdauernd, immergrün                       
  • Standort: häufig an Wegrändern, Feldrainen; Pionierpflanze
  • Pflanzenhöhe:  bis ca. 70 cm
  • Blätter: wechselständig (mit grundständiger Laubblattrosette); doppelt bis dreifach fiederschnittige, schmal-lanzettliche Blätter
  • Blütezeit:         Juni – Oktober
  • Blütenstand: rispige Scheindolde mit vielen, kleinen Blütenkörbchen
  • Blüte:  Blütenkörbchen mit 5 weißen (selten rosafarbige bis kaminrote) randständigen Zungen-  u. unscheinbaren weiß-grauen Röhrenblüten
  • Frucht:             Nuss
  • Besonderheiten: Aufgrund der relativ hohen Gehalte an Bitterstoffen und ätherischen Öle gilt die Schafgarbe als Amarum aromaticum. Insbesondere die Blüten haben einen rel. hohen Gehalt an ätherischem Öl, welches Proazulene enthält, aus denen – wie bei der Echten Kamille – bei der Destillation das blaue (Cham-)Azulen entsteht.
  • Küche:  als Würzkraut bei Salaten, Suppen, fettem Essen
  • Heilkunde: Die Bitterstoffe machen die Schafgarbe zu einem appetitanregenden und verdauungsfördernden Mittel, das bei Magen-, Darm- u. Gallenbeschwerden hilft. Das im ätherischen Öl enthaltene Proazulen wirkt desinfizierend, entzündungshemmend u. krampflösend. Schafgarbe stillt zudem äußere Blutungen, weshalb sich Abkochungen der Pflanze gut zur Wundbehandlung eignen.

Etymologie: Der Gattungsname geht vmtl. auf Achilles, den Helden des Trojanischen Krieges, zurück, der vom heilkundigen Zentauren Chiron in der Heilkunde unterwiesen wurde und die Pflanze zur Heilung seiner Krieger angewandt haben soll. Aufgrund der blutstillenden Wirkung wurde die Schafgarbe in früheren Zeiten auch als Soldatenkraut oder als Jod der Wiese bezeichnet. Der Artname millefolium ist eine Lehnübersetzung vom griech. myrióphyllon, was «mit unzähligen Blättern»  bedeutet.  

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